Dynasafe Austria GmbH


Historie

Am 01.09.2004 wurde die Firma GRV Kampfmittelbeseitigung GmbH errichtet, gleichzeitig Personal, Verträge und Gegenstände der seit 1991 tätigen Heinrich Luthe GmbH aus Luckenwalde übernommen und in GRV LUTHE Kampfmittelbeseitigung GmbH umfirmiert. Im Zuge der Ausweitung der Geschäftstätigkeit in Österreich beschloss die Gesellschafterversammlung am 07.11.2007 die Gründung einer Tochtergesellschaft in Österreich. Die GRV LUTHE Kampfmittelbeseitigung GmbH gehörte seit 2009 zur Dynasafe Gruppe. Im Leistungsprofil Kampfmittelräumung sind Gesellschaften aus Großbritannien und Deutschland (GRV LUTHE Kampfmittelbeseitigung GmbH) mit weltweit agierenden Tochtergesellschaften zusammengeschlossen.
Um einheitlich als Gruppe aufzutreten, hat der Vorstand der Dynasafe Gruppe beschlossen, zukünftig einheitlich unter der Marke Dynasafe am Markt zu agieren und die bisherige Markenvielfalt aufzugeben. Diese Änderung wurde 2014 umgesetzt und die vormalige GRV LUTHE Austria Kampfmittelbeseitigung GmbH in Salzburg umbenannt in Dynasafe Austria GmbH.


Unternehmensgegenstand

Tiefensondierungen für das Einkaufszentrum HUMA Park Wien Simmering 2014, ca. 5.000 Sondierbohrungen in 1,5 Monaten

Die Dynasafe Austria GmbH konzentriert sich im Leistungsprofil Kampfmittelsuche auf Aufträge von öffentlichen Auftraggebern, wie z.B. der ÖBB und auf Aufträge von Bauunternehmen, Ver- und Entsorgungsunternehmen, sowie Projektentwicklern. Die Aktivitäten in der Kampfmittelsuche der Muttergesellschaft reichen bis Mitte der 90 er Jahre zurück. Die Dynasafe Austria GmbH ist auf die Realisierung ingenieurtechnisch anspruchsvoller Projekte spezialisiert, dazu gehören die Sondierung und Räumung von Munition, Bohrlochsondierung zum Auffinden von Bombenblindgängern,

historische Recherchen und Luftbildauswertung, die fachtechnische Baubegleitung und sonstige Leistungen im Zusammenhang mit der Beseitigung von Kampfmitteln.
Die Kampfmittelräumung wird in Österreich vom Entminungsdienst und von gewerblichen Unternehmen der privaten Wirtschaft durchgeführt. Die Dynasafe Austria GmbH sucht, legt frei, identifiziert und bewahrt Fundmunition auf. Entschärfungen oder Sprengungen, Abtransport und Vernichtung obliegen als hoheitliche Aufgabe dem staatlichen Entminungsdienst.
Die Räumung von Kampfmitteln und Blindgängern trägt dazu bei, unmittelbare Gefahren für land- und forstwirtschaftliche oder bauliche Vorhaben abzuwehren oder vorbeugend Sicherheit zu gewährleisten. Die Dynasafe Austria GmbH bietet alle notwendigen Leistungen an, um Land- und Wasserflächen zu sondieren und von Kampfmitteln zu befreien. Die Mitarbeiter verfügen über Kampfmittelräumkenntnisse aus Tätigkeiten beim österreichischen Bundesheer, der Bundeswehr, ehemaliger NVA, staatlichen Räumdiensten und gewerblichen Räum- und Entsorgungsfirmen. Kriege und regionale Krisen, Rüstungsproduktion und militärische Nutzung in Friedenszeiten haben überall auf der Welt gefährliche Spuren hinterlassen. Bis heute lauern Bomben, Granaten und andere Munition verborgen und vergessen in Gewässern und Böden. Gefahren für Mensch und Umwelt entstehen nicht nur durch versehentliche mechanische Einwirkung, ein unkontrollierbarer Alterungsprozess birgt zudem die Gefahr der spontanen Detonation und der Beeinträchtigung des Grundwassers. Für Neubauvorhaben oder neue Nutzungen ist die bekannte oder vermutete Kampfmittelbelastung ein schwerwiegendes Hemmnis. Nach herrschender Rechtsauffassung trägt bei einer geplanten Bebauung der Bauherr das Baurisiko. Das gilt für alle Erschließungsarbeiten, wie Aushubarbeiten für Baugruben, Neubau von Verkehrswegen und Ver- und Entsorgungsleitungen, Bohrungen für Spezialtiefbauaufgaben usw. Durch eine Begutachtung der örtlichen Gegebenheiten und des geplanten Vorhabens wird das tatsächliche Gefährdungspotential ermittelt und das Haftungsrisiko der Bauherren durch die Auswahl des Verfahrens minimiert. Durch den auf dieser Grundlage ermittelten Bedarf werden vorhandene Verdachtsmomente durch den angepassten Einsatz modernster Ortungstechnik eingegrenzt und damit die notwendige Räum- und Schutzstrategie auf das notwendige Maß reduziert.

Zu den präventiven Flächenräumungen zur Gefahrenabwehr bei bekanntem Kampfmittelverdacht oder dem gezielten Freilegen von Kampfmitteln bei durchgeführten Sondierungen gehören das Aufgraben von Hand oder die Schachtung mit Baumaschinen, die Siebung stark kontaminierter und explosivstoffbelasteter Bodenschichten mit Siebanlagen, die Anlegung von Verbau zur Freilegung tiefer liegender Objekte und die Wasserhaltung im erforderlichen Umfang.

Kampfmittelsuche, Baubegleitung


St. Pölten, Winter 2007

Wiener Neustadt, Herbst 2005

Um im Markt für Kampfmittelräumung bestehen bzw. eine führende Stellung einnehmen zu können, bedarf es vor allem erfahrener Mitarbeiter mit sehr hoher Qualifizierung. Die Kampfmittelräumung bedarf präziser Arbeit und der Fähigkeit, die hohen Sicherheitsrisiken zu minimieren. Die Mitarbeiter der Dynasafe Austria GmbH besitzen Spezialkenntnisse im Bereich Kampfmittelräumung und haben Erfahrungen im In- und Ausland.
In der Kampfmittelräumungsbranche ist es als Anbieter unumgänglich, bestimmte Zertifizierungen zu besitzen, um den Auftraggebern Qualität und Sicherheit der angebotenen Leistungen zu gewährleisten. Dem wird die Muttergesellschaft Dynasafe Kampfmittelräumung GmbH durch folgende Zertifizierungen gerecht:

Zertifizie­rung nach DIN EN ISO 9001, 14001

Entsorgungsfachbetrieb nach § 52 KrW-/AbfG

Gütesiegel der Güteschutzgemeinschaft Kampfmittelräumung Deutschland e.V.

Dieses Qualitäts- und Umweltmanagement ist auf die Dynasafe Austria GmbH angewandt. Eine Ausweitung der Zertifizierungen auf das österreichische Tochterunternehmen ist vorgesehen.

Es besteht ein hoher technologischer Anspruch an die qualitative Ausrüstung der Anbieter, die durch eine hochwertige Geräteausstattung gewährleistet ist. Durch den Einsatz computergestützter Flächen­sondierung und punktueller Tiefenberäumung ist für eine Kostentransparenz gesorgt, die den Auftraggebern zu Gute kommt.

Zu berücksichtigen sind Gewährleistungs- und Haftungsrisiken im Rahmen der Ausübung gefahrengeneigter Tätigkeiten. Diesen Risiken wird durch eine entsprechende Organisation im Bereich der Arbeitssicherheit, der Qualitätssicherung und durch regelmäßige Kontrollen begegnet. Es bestehen neben der Betriebshaftpflichtversicherung weitere Sachversicherungen.


Markt

Im 2. Weltkrieg wurden große Mengen von Bomben (1943 bis 1945 120.000 t Bomben) über dem Gebiet von Österreich abgeworfen. Betroffen waren insbesondere Industriegebiete, Verkehrsknotenpunkte und Wohngebiete der Großstädte. Dabei waren besonders folgende Städte vom Bombenkrieg betroffen: Wien (ca. 100.000 Stck.), Wiener Neustadt (ca. 5.000 Stck.), Villach(ca. 42.000 Stck.), Graz, Klagenfurt, Linz, Salzburg.

Fund einer amerikanischen 250 kg Fliegerbombe in München durch die Dynasafe Austria GmbH 2014, computergestützte Oberflächensondierungen mit GPS

Ca. 10- 15% der abgeworfenen Bomben waren Blindgänger und detonierten nicht. Auch nach 70-jähriger Lagerzeit im Erdreich sind diese Bomben noch immer eine große Gefahr. Gefahrenpotential ergibt sich bei Blindgängern aus dem Sachverhalt, dass neben den reinen Sprengstoffen auch Sprengstoffmischungen verwendet wurden und infolge Rohstoffmangel Ersatzstoffe in die Bombenhüllen eingebracht wurden, die in Verbindung mit Klebern, Lacken, oder Metallen unkalkulierbare chemische Reaktionen auslösen können.

1.400 Flak- Geschütze waren für die Bekämpfung der alliierten Flugzeuge eingesetzt worden. Darüber hinaus sind aus begrenzten Kampfhandlungen am Boden und durch Versenken von Munition in Gewässern Munitionsfunde bekannt, die auch veröffentlicht werden.

Funde von Artilleriegranaten bei der Beräumung des Windparkes Pottendorf 2014, computergestützte Oberflächen- und Tiefensondierungen


Zielstellung

Die Dynasafe Austria GmbH soll neben dem Ausbau des Inlandgeschäftes in den nächsten Jahren eine wertvolle Ergänzung bei der Expansion vor allem nach Osteuropa auf den Gebieten der Kampfmittelentsorgung und der Kampfmittelräumung national wie international werden.


Auftragsakquisition und Vertrieb

Während die qualitativen Voraussetzungen im Sinne von Know-How, Erfahrung und Referenzen bereits weitestgehend vorliegen, interessante Kontakte zu Auftraggebern bereits bestehen, werden die notwendigen (Auftraggeber)-Kontakte und Kooperationen und deren Netzwerke weiter ausgebaut.




Standorte

Kaufmännische Buchführung, Sitz der Gesellschaft:

5020 Salzburg, Innsbrucker Bundesstraße 73

Büro:

3100 St. Pölten, Josefstraße 112


Geschäftsleitung

Die Geschäftsleitung wird gebildet durch einen Geschäftsführer. Herr DI Andreas Kuhnt hat eine militärfachliche Diplom-Hochschulausbildung. In der Kampfmittelräum- und Kampfmittelentsorgungsbranche ist er seit 1992 in leitenden Funktionen als Projektleiter, Niederlassungsleiter oder geschäftsführend tätig.